Créme brulée oriental mit Orangenragout

Samstag, 9. März 2013

Ein halbes Jahr musste mein Créme Brulée-Set auf seinen Einsatz warten. Ich bin mir sicher: jede(r) hat Dinge zu Hause, die man einst voller Enthusiasmus gekauft hat- mit der Überzeugung, nicht "OHNE" diese Sachen leben zu können. So war´s jedenfalls mit dem Créme Brulée-Set (mit dem Waffeleisen, dem elektrischen Crepes-Bereiter, dem Entsafter....). Irgendwann ist´s dann irgendwo in der Versenkung verschwunden, um eines Tages wiederentdeckt zu werden und seiner eigentlichen Bestimmung zu folgen ;-)

Ich finde Créme Brulée an sich eher fad- ausser dieser herrlichen Zuckerkruste. Das Orangenragout macht die gestockte Milch-Sahne-Creme erst zum perfekten Dessert-Genuss!
 

Créme Brulée oriental


Zubereitung:
Den Backofen auf 140°C (keine Umluft) vorheizen. Die kleinen Förmchen in eine größere ofenfeste flache Form stellen. Soviel kochendes Wasser in die große Form gießen, daß die kleinen Förmchen bis ca. 1/2 cm unter dem Rand im Wasser stehen.
Die Förmchen wieder herausnehmen. Die große Form mit dem Wasser in den aufheizenden Backofen stellen.
Vanilleschote aufschlitzen, Mark herausschaben. Kardamomkapseln in einer Pfanne ohne Fett anrösten, aufbrechen. Samen herauslösen und leicht zerstoßen. Sahne und Milch mit einer Prise Salz zum Kochen bringen. Vanilleschote und -mark mit Kardamom, Zimt und knapp 4 EL Zucker in die Milch rühren. Aufkochen, vom Herd ziehen und gut 5 Minuten abkühlen lassen.
Die Eier in einer Schüssel gut verquirlen, aber nicht schaumig rühren. Vanilleschote aus dem Milch-Sahne-Gemisch entfernen, und langsam unter die Eier rühren- auch dabei soll kein Schaum entstehen.
Die Eiermilch in die Förmchen gießen. Förmchen ins Wasserbad in den heißen Ofen stellen. Die Eiermilch in ca. 30 Minuten fest werden lassen. Garprobe: Die Creme ist gestockt, wenn die Oberfläche auf Druck mit der Fingerspitze leicht nachgibt. Die fertige Creme aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Zum Servieren den restlichen Zucker auf die Creme streuen und mithilfe des Gasbrenners karamellisieren lassen.
Créme brulée lecht abkühlen lassen und servieren.
Quelle: Dinner for Two (GU) von Susanne Bodensteiner

Orangenragout (nach Alfons Schuhbeck)

 
Zutaten (für 4 Personen):
3 Orangen
Saft von 4 Orangen
1 TL Staubzucker
1 Msp. Vanillemark
1 Streifen unbehandelte Orangenschale
2 EL Zucker
40 g kalte Butter (ich hab etwas weniger genommen)
2 EL Orangenlikör (Grand Manier)

Zubereitung:
Die Orangen mit einem scharfen Messer so großzügig schälen, dass auch die weiße Haut mit entfernt wird. Die Fruchtfilets aus den Trennhäuten schneiden, dabei den austretenden Saft auffangen und zum ausgepressten Orangensaft geben.
Den Staubzucker in einem Topf hell karamellisieren lassen. Mit dem Orangensaft ablöschen. Das Vanillemark, die Orangenschale und den Zucker hinzufügen und die Flüssigkeit bei milder Hitze auf zwei Drittel einkochen lassen.
Die Orangenfilets dazugeben und den Topf vom Herd nehmen. Nach und nach die Butter in Stückchen unterrühren. Die Orangenschale entfernen und das Ragout mit dem Orangenlikör abschmecken.
 

Kommentare:

  1. Sieht sehr appetitlich aus!
    Leider habe ich kein Creme-Brulee-Set.
    Das Orangen-Ragout klingt als würde es sehr gut zur Creme-Brulee passen.
    Schönes Foto.

    lg
    tonia

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    1. Hi Tonia!
      Danke :-)
      Vielleicht gehts dir ja mal so wie mir, daß du beim nächsten Einkaufsbummel ein Creme-Brulée-Set siehst- und sofort zuschlagen musst ;-) !?!
      LG, Renate

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  2. mmmmmhhh Renate das sieht ja lecker aus!!!! Naja ich gebs zu ich habe viele Dinge, wo ich gedacht habe ohne sie kann ich nicht leben ;0)))

    Heut wird erstmal dein Apfelkuchen ausprobiert - ich hoffe er gelingt mir nur annähernd so gut wie er bei dir aussieht ;0)
    Lg und schönes Wochenende Julia

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    1. Danke, Julia :-) !
      Stimmt...schön zu wissen, daß ich nicht die Einzige im Universum bin, die ohne überflüssiges Zeugs nicht leben kann ;-)))

      Ach, der Apfelkuchen! Gutes Gelingen! Bitte um Info, ob er euch geschmeckt hat.
      Danke, wünsch dir auch ein schönes WE!
      LG (heute) aus Innsbruck, Renate

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    2. Hi Renni!

      Mhm - da wäre ich gerne bei dir zu Gast gewesen - schaut so köstlich aus!

      Dein Orangenragout (nach Fonsi Schuhbeck) hat mit inspiriert - das muss ich morgen ausprobieren und zwar werde ich Pancakes damit veredeln - Schaun wir mal - stelles es mir jedoch schon ziemlich lecker vor das Ganze!

      Außerdem sprichst du mir aus der Seele - was ich so alles für Zeugs daheim habe (und damit sind meine ich nicht nur Küchenutensilien wie eine Terrineform, einen Gitterschneider ...) typisch Frau halt - sagt mein Mann.

      PS: Mein Göttergatte hat jetzt auch eine Tageslichtlampe zum fotografieren :-)) und wir sind beide ganz begeistert von deinen schönen Fotos! Suuuuper!

      glg. und schönes WE! Kathrin

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    3. Vielen Dank für die Blumen, Kathrin!

      Und....hast du das Orangenragout schon ausprobiert?

      Ahaaa...ja super! Gratuliere zu eurer Tageslichtlampe! Da kommt sicher noch mehr "Zeugs" dazu, wirst sehen ;-) !!!

      Liebe Grüße, Renni

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    4. Hi Renni!

      Natürlich und ich muss sagen es war himmlisch lecker! Meine Tochter konnte sich gar nicht mehr einkriegen vor Begeisterung - die hätte mir doch glatt am lieben gleich den ganzen Topf leergeschleckt! Sprichwörtlich hat sie gesagt: Mama, des muasst nu öfta mochn - des is jo gonz saulecker (ich hoffe, du verzeihst uns diesen Ausdruck!).

      glg. Kathrin

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    5. Haha, super :-D !
      Natürlich darf man "saulecker" sagen- wenn´s so ist ;-) !?!

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  3. Habe gerade Dein Blog gefunden und gleich mal in die Leseliste eingetragen. Schön hier! :-)

    Mit solchen Geräten, die man sich kauft, geht's mir ähnlich... Und Crème brûlée verträgt etwas weiteren Geschmack. Ich pimpe gerne auch das normale Rezept auf, z.B. mit Ingwer ist klasse. Orangenragout natürlich auch, gefällt mir mit dem Orangenlikör drin.

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  4. Hallo Barbara!
    Freut mich sehr, dass es dich hierher verschlagen hat- und dass dir mein Blog gefällt :-)

    Ja, da gibts bestimmt noch einige Zutaten, die sehr gut mit der recht neutral schmeckenden Créme brulée harmonieren würden.
    LG, Renate

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